Reisen


Allein unterwegs – Irland im Osten & Westen

Im August 2016 habe ich etwas zum ersten Mal gemacht: Ich bin alleine in ein Flugzeug gestiegen und in ein anderes Land geflogen. Meine Reise ging nach Irland, wo ich etwas mehr als eine Woche verbracht habe. Nun gibt es schon viele Blogposts, die das pro und contra vom alleine Reisen beleuchten und diskutieren, aber das möchte ich gar nicht. Einen guten verlinke ich gerne hier. Alleine verreisen ist auch nicht besonders mutig, sondern für mich eine Frage der Alternative. Ich habe meinen Flug nach Irland gebucht, weil ich unbedingt raus wollte. Ein weiteren Sommer habe ich im Sauerland verbracht, nachdem ich 10 Monate in Istanbul wohnte. Die Stadt, die nicht schläft. Nie. Ich erinnere mich an eine Situation, nachts um drei Uhr auf der Istiklal Caddesi. Charlotte hatte einen Gast aus London, mit welchem wir die Clubs und Bars der Stadt unsicher machten. Seine Worte: „This is absolutely crazy. In London, the people would go to sleep now, but look at this! It’s still super crowded! I really can’t believe it.“ Uhm, okay. Ich dachte eigentlich immer, London wäre mindestens genauso verrückt. Ist es vermutlich sogar auch, aber das Nightlife konzentriert sich vermutlich nicht auf einen Stadtteil. Oder eineinhalb, wenn man Kadiköy mit einschließt, wo es auch fantastische Bars gibt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie ich abschweifen kann, wenn es um Istanbul geht. Was ich sagen will: Ich musste raus. Mir fiel die Decke auf den Kopf.

Als ich in Dublin das Flughafengebäude verließ und den Bus suchte, fragte ich mich das erste Mal, was ich dort eigentlich machte. Ich hatte mir kaum einen Plan gemacht und wusste nichtmal genau, wo das Hostel lag. Ein Glück gab es im Airport-City-Shuttle Wifi und ich konnte es zumindest grob herausfinden. Erste Entspannung setzte ein und ich sammelte erste Eindrücke im Vorbeifahren. (mehr …)

Berühmt, berüchtigt – Ölüdeniz

Meine letzte Woche in der Uni habe ich eigentlich gar nicht so viel in der Uni verbracht. Ich war bei Current Economic Issues anwesend und bei Macroeconomics so etwa die Hälfte der Zeit. Das war es dann auch schon, da der allerallerallercoolste Trip bevorstand: Fethiye – Ölüdeniz, zum zweiten Mal.

Leute, die bisher nur wenig Kontakt mit der Türkei hatten, können trotzdem schonmal was davon gehört haben: In Facebook-Videos oft als „magical place“ beschrieben und gezeigt, oder als Foto in Reisekatalogen, hat Ölüdeniz einen der tollsten Strände, die ich je gesehen habe – die Blaue Lagune. Zudem ist der Ort bekannt für Paragliding von seinen 2000m+ hohen Bergen. Ölüdeniz heißt übersetzt übrigens Totes Meer, da es in der Blauen Lagune in der Regel keinen Wellengang gibt. (mehr …)

Chaos in Izmir

Vergangenes Wochenende bin ich mit Charlotte und Franzi nach Izmir geflogen. Schöne Stadt, ziemlich grün, und vor allem geordneter als Istanbul. Aber eben auch kleiner – und langweiliger. Wir hatten trotzdem unendlich viel Spaß, gutes Essen und einige Sonnenstunden, aber irgendwie hatten wir das Chaos-Paket gebucht. Alles lief schief. Oder ging kaputt. Im Nachhinein haben wir aber auch nur ein bisschen Geld verloren, dafür aber mindestens eine grandiose Story mehr zu Erzählen. Ich jedenfalls hatte eine schöne Zeit in einer schönen Stadt.

Es gab Steine – Kappadokien

Mitte März in Istanbul, 20.00 Uhr, Taşkışla Caddesi am Gezi Park, Taksim. Ein kühler, regnerischer Abend, an dem wir noch einige Zeit auf verschiedenste Dinge warten sollten, um dann gegen 23.00 Uhr endlich die Stadt zu verlassen. Unser Ziel war Zentralanatolien, um genauer zu sein: Kappadokien. Und wie sich das für Trips gehört, wird die erste Nacht im Bus verbracht, um sich morgens entspannt und gutgelaunt den ersten Aktivitäten zu widmen. Nicht. Völlig verschlafen wandelten wir Freitagmorgens aus dem Bus, wenigstens war es schön sonnig und auch schon ziemlich warm. Landschaft cool, unser Guide kann gut Englisch, wird schon okay, dachten wir. Bis wir realisiert hatten, dass wir oben sind. Und runter ins Tal müssen. 300 Treppenstufen, die in türkischer Manier natürlich auch alle unterschiedliche Höhen haben. Und später dann auch wieder hoch. Dennoch habe ich es genossen, in diesem Tal zu sitzen, etwas grün um mich herum, ein klarer Bach neben mir und einfach Ruhe. Der krasse Kontrast zu Istanbul, das ich 12 Stunden vorher verlassen hatte.  (mehr …)