Abendgestaltung

April 14, 2017 by Julia
Persönlich

Ich bin vielleicht etwas zu spät mit dieser Empfehlung hier. Die ganze Welt ist gefühlt abhängig von Netflix und ich habe permanent das Gefühl, da nicht mithalten zu können. Ich schlafe abends bei Serien wirklich gerne ein und muss die Folgen dann ein zweites Mal schauen. Auch finde ich es echt häufig schwer, in den Plot einzutauchen und mit den Charakteren mitzufühlen. Aber es gab jetzt letztens wieder eine Serie, die das bei mir geschafft hat: Please Like Me. Sechs Episoden an einem Abend und das generelle Beenden aller Staffeln sind definitiv ein Beweis, dass ich die Serie unfassbar gut finde.

Worum es geht? Vorrangig: Einen Typen, mit dem Schluss gemacht wird. Und dabei den netten Hinweis erhält, er sei schwul. Stimmt auch so, und jenen Abend hat er auch schon männliche Begleitung bei sich zu Hause. Bis der Vater anruft und erzählt, dass seine Mutter versucht hat, sich umzubringen. Klingt nach Chaos? Ist es auch. Anfangs eventuell zu viel, um real zu sein, später allerdings genau richtig, um realistisch darzustellen, wie weird das Leben teilweise so verlaufen kann. Mit der Liebe, mit einer auf ihre eigene Weise interagierenden Familie inklusive geschiedener Eltern, und mit verdammt tollen Freunden. Meiner Meinung nach ist „Please Like Me“ so eine unglaublich vielschichtige und herzliche Serie, und es geht für mich auf jeden Fall vorrangig über Beziehungen, sowohl zu Freunden als auch Familie. Und um die Frage, wer man sein möchte. Zumal die Serie bei mir aufrichtig Emotionen ausgelöst hat. Ich saß vor meinem Laptop und lachte laut — alleine! — oder hatte auch mal feuchte Augen. Ich kenne wirklich kein größeres Kompliment.

„Please Like Me“ gibt es mit allen vier Staffeln auf Netflix. Und, ach ja: I maybe fell in love with Wade Briggs.


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