Versagen ist mein neues Hobby

Oktober 15, 2018 by Julia
Persönlich

I can and I will. Watch me.

Seit Jahren schon möchte ich Longboard fahren ausprobieren. Anfangs war da der Einwand meiner Eltern, ich sollte es doch vorher einmal ausprobieren, bevor ich mir ein eigenes Board kaufe. Und so startete ich immer wieder den Versuch, bei Freunden mal das Longboard auszuprobieren, aber ich tat es letztendlich nie. Ich hatte mal wieder meine innere Handbremse mit der Aufschrift „Du kannst das eh nicht“ angezogen und eine Vielzahl an Ausreden gefunden, die diese Handbremse nur noch weiter festzogen.

Kennst du die Magie von Anfängen? Sobald du den ersten Schritt auf einem neuen Weg machst, eröffnet sich bald eine ganz neue Welt. So auch in diesem Fall: Ein Arbeitskollege, mit dem ich zum ersten Mal arbeitete, stellte mich in unserer Mittagspause auf sein Longboard. „Ja, mach halt einfach.“ Im Prinzip waren es nur vier oder fünf Minuten, aber mir war direkt klar: Ich will das können.

Wenige Tage später flog ich nach Barcelona. Und jeder, der schonmal am Strand von Barceloneta entlang spazierte, dem werden die vielen Skate- und Longboarder aufgefallen sein. An den drei Abenden, die ich dort verbrachte, stieg meine Faszination für das Langobarden ins Unermessliche. Und plötzlich war es ganz klar: Einfach machen, so wie schon in der Mittagspause zuvor. Und so kaufte ich mir am Tag nach meiner Rückkehr ein Longboard.

Longboard

Auf der Suche nach Tutorials zum Bremsen eines Longboards sagte mir dann ein ziemlich guter Skater auf YouTube:

Failing is our hobby, you have to deal with it. (…)
No one does his best trick in the first try.

Nur weil ich mal versage, heißt das nicht, dass ich etwas nicht kann. Es gehört dazu, und ist notwendig, um besser zu werden. Nicht nur beim Longboarden, sondern auch generell.

Und deshalb gehe ich jetzt raus und versage. Und zwar so lange, bis es klappt.