Zeig dir mein Profil und ich sag dir, wer ich bin.

Januar 13, 2019 by Julia
Persönlich

Dass ich seit Monaten nichts mehr auf Instagram oder Facebook gepostet habe, ist kein Zufall. Für einige Wochen war ich Mitte 2018 auch komplett von der Bildfläche verschwunden: Ich war müde. Müde, mir jeden Tag den gleichen Scheiß reinzuziehen. Mich mit immer gleichen Fotos und unlustigen Sprüchen abzulenken. Der Selbstdarstellung einfach überdrüssig. Social Media war weder sozial noch lustig. Es kotzte mich ehrlich gesagt nur noch an. Auf meinem Facebook-Profil befindet sich ein fragwürdiges Foto. Darauf zu sehen bin ich an meinem 20. Geburtstag.

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Und wieder laufen lernen

Januar 6, 2019 by Julia
Persönlich

Laufen lernen

Kurz nachdem ich mich vor knapp drei Jahren von meinem Exfreund getrennt habe, erschien ein Artikel auf amazed. “Laufen lernen”. Generell mochte ich die “Coffee Break”-Kolumne, die von Anja geschrieben wurde, sehr gerne. Mit dieser allerdings berührte sie mich wie mit keiner anderen, das Timing stimmte. Im Text beschreibt sie, wie es ist, nach einer Trennung die simpelsten Dinge wieder alleine zu tun. Wieder mit sich selbst und seinen Gedanken zu sein. In den drei Jahren seit Erscheinen der Kolume ist viel bei mir passiert. Ich war während meiner Zeit in Istanbul einige Male alleine unterwegs, kurz darauf bin ich alleine nach Dublin geflogen und habe Irland bereist, ich ging alleine auf Konzerte oder in Restaurants. Abends koche ich für mich, esse für mich und habe Zeit für meine Gedanken. Ich glaube, inzwischen kann ich sicher laufen. Doch nicht nur nach Beziehungen muss man neu laufen lernen. Mit jedem großen […]

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Stichtag Weihnachten

Dezember 24, 2018 by Julia
Persönlich

Weihnachtskekse auf Blech

Zu Weihnachten zur Familie zu fahren ist jedes Mal wieder Recap auf das vergangene Jahr. Was ist im vergangenen Jahr passiert? Wo stehe ich? Wie sind meine Aussichten auf die Zeit zwischen den Jahren und auf das, was danach alles folgt? Und wie weit habe ich mich von der Person entfernt, die vor einigen Jahren das Dorf verlassen hat? Während ich im Zug sitze, stelle ich mir unweigerlich diese Fragen. Um sie ein paar Stunden später meinen Eltern in verkürzter Version (“Und wie geht’s jetzt weiter?”) zu beantworten, und einige Tage später meinen Verwandten (“Und was genau machst du jetzt?”). Weihnachten und generell das Jahresende scheinen Stichtage zu sein, den eigenen Fortschritt festzustellen und zu den Vorjahren zu vergleichen — und sei er noch so klein. “Hauptsache, es geht voran.” Ich weiß nicht, wie häufig ich diesen Satz bereits gehört habe. Oder ihn vielleicht auch selbst gesagt habe. Bloß schade, […]

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Über Turbulenzen und Zufälle

Oktober 28, 2018 by Julia
Persönlich

Rough sea

Dieses Jahr war bisher wahnsinnig turbulent für mich. So ungefähr gar nichts ist so, wie ich es mir zum Jahresstart vorgestellt habe. Ich habe meine Bachelorarbeit erst im zweiten Anlauf geschrieben, ich bin quasi Hals über Kopf nach Indonesien geflogen, ich habe mein Handgelenk gebrochen und anschließend, trotz aller Hindernisse, eine Herzensangelegenheit durchgezogen, ich habe meine Bachelorarbeit in einem sehr sympathischen Unternehmen schreiben dürfen, ich habe so viel Erfahrung im Umgang mit Gruppen, insbesondere auch mit Jugendlichen und Kindern, sammeln können und ich habe eine große Entscheidung getroffen: Ich werde in naher Zukunft weder für ein Unternehmen arbeiten, noch werde ich einen Master in einem BWL-nahen Fach machen.  Ich wusste schon ziemlich früh, was ich wirklich möchte. Allerdings konnte ich mir das für mich nicht vorstellen, ich habe es mir nicht zugetraut. Trotzdem war der Wunsch da, eigentlich bereits seit meiner Kindheit, und wurde immer lauter. Und dann gab es […]

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Versagen ist mein neues Hobby

Oktober 15, 2018 by Julia
Persönlich

I can and I will. Watch me.

Kennst du die Magie von Anfängen? Sobald du den ersten Schritt auf einem neuen Weg machst, eröffnet sich bald eine ganz neue Welt. So auch in diesem Fall: Ein Arbeitskollege, mit dem ich zum ersten Mal arbeitete, stellte mich in unserer Mittagspause auf sein Longboard. „Ja, mach halt einfach.“ Im Prinzip waren es nur vier oder fünf Minuten, aber mir war direkt klar: Ich will das können.

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